ARCNM

Frästeile kalkulieren – direkt aus dem CAD-Modell.

Um ein Frästeil zu kalkulieren, brauchen Sie seine Features, die nötigen Aufspannungen, die Bearbeitungszeit je Feature und den Maschinenstundensatz. ARCNM liest all das aus der STEP-Datei und der Zeichnung: Es erkennt Taschen, Bohrungen, Gewinde, Fasen und Flächen, plant die Aufspannungen auf einem 3-Achs-, 3+2- oder 5-Achs-Bearbeitungszentrum, berechnet Rüst- und Taktzeit für jeden Arbeitsgang und liefert die Stückkosten für jede Losgröße – jede Zahl nachvollziehbar bis zu dem Feature, das sie verursacht hat.

Auf einen Blick

Eingaben
STEP-Modell; PDF-Zeichnung optional (Toleranzen, Oberfläche, Behandlungen)
Maschinenklassen
3-Achs-Bearbeitungszentrum · 3+2 indexiert · 5-Achs · Ständerbohrmaschine
Angewandte Normen
ISO 513 Werkstoffgruppen · ISO 286 / 1101 / 2768 Toleranzen · DIN 8580
DfM-Prüfungen
tiefe Bohrung, tiefe Sacklochbohrung, Gewinde nahe Bohrungsgrund, Taschentiefe zu Breite, scharfe Innenecke, Nut-Seitenverhältnis, dünne Wand, Hinterschnitt, Fläche nicht 3-achsig erreichbar
Sie erhalten
Arbeitsplan mit Aufspannungen, Takt- und Rüstzeit je Arbeitsgang, Stückkosten je Losgröße, Maschinenklasse je Stückzahl, Kostentreiber nach Anteil sortiert

Was liefert ARCNM für ein Frästeil?

Einen vollständigen Arbeitsplan: die Aufspannungen auf dem Bearbeitungszentrum und jeden Arbeitsgang – Planfräsen, Taschenfräsen, Bohren, Reiben, Gewindeschneiden, Ausdrehen, Gewindefräsen –, jeweils mit Rüst- und Taktzeit auf der Maschine, die für das Los gewählt wurde. Ein Aluminiumhalter und ein Titangehäuse werden jeweils mit ihren eigenen Schnittwerten kalkuliert, der Maschinenstundensatz kommt aus Ihrem eigenen Maschinenpark. Jeder Euro auf dem Kostenblatt lässt sich bis zu dem Feature zurückverfolgen, das ihn verursacht hat.

Was treibt den Preis eines Frästeils?

Zuerst die Aufspannungen: Jedes Umspannen kostet eine feste Zeit, die sich erst über das Los verteilt. Dann das Zerspanvolumen, enge Toleranzen und feine Oberflächen – eine Angabe, die das Fräsen nicht hält, verlagert diese Fläche zum Schleifen –, tiefe Taschen und dünne Wände sowie die Zahl der Werkzeuge. ARCNM benennt jeden Kostentreiber mit seinem Anteil an den Stückkosten – so wissen Sie, ob Sie die Toleranz, den Werkstoff oder die Losgröße hinterfragen sollten.

Welche Fräs-Features und Prüfungen sind abgedeckt?

  • Features aus dem 3D-Modell: Taschen, Zapfen, Bohrungen, Flachsenkungen, Gewinde, Nuten, Fasen, Verrundungen, Rippen, Flächen – mit stabilen IDs.
  • Maschinenklassen: 3-Achs-Bearbeitungszentrum, 3+2 (indexiert), 5-Achs-Simultanbearbeitung; ARCNM wählt je Losgröße die günstigste machbare Klasse.
  • DfM-Hinweise nach Schweregrad: tiefe Tasche, dünne Wand, kleiner Innenradius, unerreichbares Feature, Hinterschnitt.
  • Toleranzen und GD&T aus der Zeichnung (ISO 286, ISO 1101, ISO 2768, ASME Y14.5), gebunden an die Flächen, für die sie gelten.

3-Achs, 3+2 oder 5-Achs – welche Maschinenklasse gewinnt?

MaschinenklasseErreichbare FlächenAufspannungen bei einem typischen HalterWann sie gewinnt
3-Achs-Bearbeitungszentrumeine Seite je Aufspannung (die Oberseite; senkrechte Wände über die Werkzeugflanke)3–5einfache prismatische Teile, große Lose (niedrigster Stundensatz)
3+2 indexiertfünf Seiten in einer Aufspannung1–2mehrseitige Teile, bei denen das Umspannen dominiert
5-Achs simultanFreiformflächen, Hinterschnitte1komplexe Geometrie, kleine Lose, enge Lagetoleranzen

Verwandte Begriffe

Häufig gestellte Fragen

Kann ich den Preis eines Frästeils allein aus einer STEP-Datei berechnen?

Ja. Die STEP-Geometrie reicht für Features, Aufspannungen und Taktzeit. Mit der PDF-Zeichnung liest ARCNM zusätzlich Toleranzen, Oberflächengüte und Behandlungen – die den Preis meist stärker bewegen als die Geometrie.

Was kostet eine Stunde CNC-Fräsen?

Das hängt von Maschine, Abschreibung, Auslastung und dem zugeordneten Bedienpersonal ab – deshalb bildet ARCNM den Maschinenstundensatz aus Ihrem eigenen Maschinenpark, statt einen Marktdurchschnitt zu nennen. Starten Sie mit den mitgelieferten Kostensätzen und kalibrieren Sie mit einer Handvoll realer Kosten auf Ihren Betrieb.

Warum sind Frästeile oft teurer als Drehteile?

Fräsen braucht meist mehr Aufspannungen und trägt Material im unterbrochenen Schnitt über eine größere Fläche ab – feste und variable Zeit sind höher. ARCNM zeigt den Unterschied je Arbeitsgang, sodass ein Teil, das sich drehen ließe, auffällt, bevor es als Frästeil angeboten wird.

Welche Werkstoffe kann ARCNM kalkulieren?

536 Katalogsorten – unlegierte, legierte, rostfreie und Werkzeugstähle, Gusseisen, Aluminium-, Kupfer-, Titan-, Nickel- und Magnesiumlegierungen, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe – unter 1.913 Bezeichnungen aus 53 Normsystemen, sodass 1.0038, S235JR, St 37-2 und Fe 360 B zu einer Sorte auflösen. Jede Sorte gehört zu einer ISO-513-Werkstoffgruppe mit eigenen Schnittwerten. Einen Werkstoff, den der Katalog nicht führt, legen Sie selbst an – mit Ihren eigenen Hausbezeichnungen – und er wird wie jede Katalogsorte kalkuliert.