Schleifteile kalkulieren – aus den Toleranzen, die das Schleifen verursachen.
Schleifen ist ein Endbearbeitungsschritt, den die Zeichnung erzwingt: eine Passung, eine Oberfläche oder eine Ebenheitsangabe, die Fräsen oder Drehen nicht halten. ARCNM liest diese Angaben, prüft sie anhand dessen, was jede Maschinenklasse hält, und weist die betroffenen Flächen einer Flach- oder Rundschleifmaschine Ihres Maschinenparks zu – bepreist mit Rüst- und Taktzeit zum Maschinenstundensatz, neben der vorangehenden Zerspanung. Ein Schleifsegment im Arbeitsplan nennt immer die Angabe, die es ausgelöst hat.
Auf einen Blick
- Eingaben
- STEP-Modell und PDF-Zeichnung mit IT-Grad, Form-/Lagetoleranz oder Rauheitsangabe
- Maschinenklassen
- Flachschleifmaschine · Rundschleifmaschine – ein Arbeitsgang je geschliffener Fläche
- Angewandte Normen
- ISO-286-IT-Grade · ISO-1101-Zonen · Rauheit nach ISO 21920 / ISO 1302 · DIN 8580
- DfM-Prüfungen
- jede zu schleifende Fläche wird mit der Zeichnungsangabe benannt, die das Schleifen verlangt
- Sie erhalten
- ein Schleif-Arbeitsgang je Angabe mit Zeit und Kosten, im Arbeitsplan nach der Zerspanung
Wann fügt ARCNM einen Schleifarbeitsgang hinzu?
Immer dann, wenn eine Maß-, Form- oder Oberflächenanforderung der Zeichnung enger ist, als die Zerspanungsklasse halten kann – Maßtoleranzen nach ISO 286 und ISO 2768, Form- und Lagetoleranzen nach ISO 1101, Rauheit nach ISO 21920. Das gilt je Fläche – eine Welle mit einem geschliffenen Lagersitz wird nicht als rundum geschliffenes Teil bepreist.
Was liefert ARCNM für ein Schleifteil?
Einen Schleifarbeitsgang je Fläche auf der richtigen Maschine: Flachschleifen für ebene Flächen, Rundschleifen für Wellen und Bohrungen – jeweils eine eigene Maschinenklasse mit eigenem Maschinenstundensatz. Jeder Arbeitsgang trägt seine Rüst- und Taktzeit, seinen Anteil an den Stückkosten und die Angabe, die ihn ausgelöst hat. Sobald Sie Ihre eigenen Schleifdaten hinterlegen, rechnet ARCNM damit.
Was macht Schleifteile teuer?
- Zahl und Fläche der geschliffenen Flächen – jede ist ein eigener Arbeitsgang.
- Das Schleifaufmaß des vorherigen Arbeitsgangs, das das Abtragsvolumen bestimmt.
- Gehärtete Teile: Die Wärmebehandlung wird als Fremdleistung bepreist, und die Zerspanung vor dem Schleifen wird für den gehärteten Werkstoff kalkuliert.
- Rüsten je Flächenorientierung, über das Los verteilt.
Welche Angabe erzwingt das Schleifen?
| Angabe auf der Zeichnung | Gefräst oder gedreht | Geschliffen | Typisches Feature |
|---|---|---|---|
| Maßtoleranz (ISO 286) | normale und feine Passungen | sehr enge Passungen | Lagersitze, Messflächen |
| Rauheit | eine gute zerspante Oberfläche | eine feine, glatte Oberfläche | Dichtflächen, Gleitflächen |
| Form- und Lagetoleranz (ISO 1101) | übliche Ebenheit und Zylindrizität | sehr enge Toleranzzonen | Bezugsflächen, Präzisionsbohrungen |
| Gehärteter Werkstoff | vor der Wärmebehandlung | jede Endbearbeitung nach dem Härten | Wellen, Matrizen, Nocken |
Verwandte Begriffe
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Schleifen durch eine Änderung der Zeichnung vermeiden?
Oft. Der Arbeitsplan zeigt, welche Angabe das Schleifen ausgelöst hat. Lockern Sie diese Toleranz oder Oberfläche, wo die Funktion es erlaubt, rechnen Sie neu – und das Schleifsegment samt Kosten verschwindet aus dem Ergebnis.
Bepreist ARCNM das Schleifen an einem gehärteten Teil?
Ja. Die Wärmebehandlung aus der Zeichnung wird als Fremdleistung ergänzt, und sowohl die Zerspanung des gehärteten Teils als auch das anschließende Schleifen werden für den gehärteten Werkstoff bepreist.